Die Kleingartenanlage Wilhelmshöhe liegt im Stadtteil Bad Wilhelmshöhe, Nussallee – Hermann-Schafft- Weg. (Hinter der Waldschule)
Die gesamte Pachtfläche beträgt 28.000 m².
Der Verein hat 52 Kleingärten mit einer kleingärtnerischen Nutzfläche von  19.000 m².
Der Verein besitzt die kleingärtnerische und steuerliche Gemeinnützigkeit.

Wir über uns:
In einer landschaftlich reizvollen Gegend des Habichtswaldes, unterhalb des Schlosses Wilhelmshöhe, in der Niederung zwischen Marstall und Prinzenquelle, liegt unser Gartengelände; abgeschirmt von der  „Außenwelt „ und eingefasst durch eine unter Denkmalschutz stehende Bruchsteinmauer, die früher den
„Kurfürstlichen Obstgarten“ umgab.
Das Geburtsdatum des Kleingärtnervereins Wilhelmshöhe e.V. ist der 16. Januar 1938.

Vorwiegend Familien mit Kindern sollten diese entstehenden Kleingärten bekommen. Meist waren es Familien aus den angrenzenden Stadtteilen Wahlershausen, Wilhelmshöhe und Kirchditmold.

Das neu entstandene Gartengelände befand sich in einem sehr schlechten Zustand.
Die Vereinsmitglieder hatten damals 1.000 Reichsmark aufzubringen. Dafür erhielten sie das Gerüst zum Bau einer Gartenlaube in der Größe 3 x 4 m. Die Bretter zum Verkleiden des Gebälks mussten sich die Mitglieder selbst beschaffen. Die Außenwände der Lauben mussten dann auch gleich, weil inzwischen 1939 der Krieg ausgebrochen war, mit einem schwarzen „Tarnanstrich“ versehen werden.

Der Krieg verschonte auch unsere Gartenanlage nicht. Bombentrichter mussten zugeschüttet und beschädigte Lauben repariert werden. Trotz der großen finanziellen Schwierigkeiten machten sich die damaligen Mitglieder an diese mühevolle Arbeit.

1960 beschloss der Vereinsvorstand, das hässliche Schwarz der Lauben verschwinden zu lassen. Der ausgewählte braune Farbton trug wesentlich dazu bei, den Gesamteindruck freundlicher zu gestalten.

Darüber hinaus sind in einigen Gärten neue, schöne Gartenhäuschen entstanden, die sich dem Gesamtbild anpassen.

Das erste Wasser konnten die Kleingärtner aus dem
nahe gelegenen Wassergraben außerhalb der Mauer und aus einem Löschwasserbassin entnehmen. Anfang der 50er Jahre wurde eine Wasserleitung von der Waldschule bis zu unserer Gerätelaube verlegt. Hier befand sich ein Wasserhahn als Zapfstelle für alle Gärten.
1967 beschloss der damalige Vorstand zusammen mit den Mitgliedern, die vorhandene Wasserleitung bis in die einzelnen Gärten zu verlegen.

Ein Jahr später, 1968, wurde ein weiteres Projekt geplant, beschlossen und durchgeführt. Die Anlage wurde mit Strom versorgt.
1981 beschloss der Vorstand, den Garten Nummer 47, der von dem Pächter aus gesundheitlichen Gründen zurückgegeben war, als Vereinsgarten herzurichten, um den Vereinsmitgliedern auch über den eigenen Garten hinaus, eine Stätte der Begegnung zu schaffen. Eine gebrauchte 6 x 5 m große Holzlaube konnte günstig erworben und im Vereinsgarten neben der bereits
vorhandenen Grundlaube aufgebaut werden. Das gesamte „Bauwerk“ wurde innen und außen mit Holz verkleidet, der Fußboden teilweise erneuert und mit Belag versehen.

Mobiliar war teilweise bereits vorhanden bzw. wurde angeschafft oder gespendet. In diesem Vereinsgarten und den bescheidenen Räumlichkeiten haben die Sommer- und Erntedankfeste stattgefunden und mancher Frühschoppen hat die Mitglieder an diesem Ort zusammengeführt.

1984 verabschiedete die Mitgliederversammlung eine neue, fortschrittliche Satzung mit Gartenordnung.

1988 wurde der Verein 50 Jahre alt.
Mit einem bunten Unterhaltungsprogramm feierte die Vereinsgemeinschaft den Geburtstag im Vereinshaus der SV Harleshausen.

1990 hat das Land Hessen das Gartengelände an die Stadt Kassel verkauft, die damit Grundstückseigentümerin geworden ist.

Erneuerungsarbeiten im Gartengelände blieben auch in den folgenden Jahren nicht aus.

Ein neuer Geräteschuppen musste gebaut und eine Entsorgungsanlage für die Campingtoiletten der Gartenpächter installiert werden.
Für den Vereinsgarten wurden Tische und Stühle angeschafft und das Inventar in der Vereinslaube vervollständigt.

In den Jahren 1998 bis 2003 hat die Vereinsgemeinschaft eine Glanzleistung vollbracht. Nach und nach sind insgesamt 560 Meter Gartenwege im Rahmen der Gemeinschaftsarbeit mit Verbund- und Rasengittersteinen gepflastert worden.
Baumaterial von etwa 20.000 Euro ist verarbeitet worden. Endlich konnten die Mitglieder auch bei anhaltendem Regenwetter ihren Garten trockenen Fußes erreichen.
2006 haben wir begonnen, den Vereinsgarten mit Vereinslaube zu sanieren. Nach mehr als 25 Jahren waren
Holzfußboden und Dach marode und eine Erneuerung und Modernisierung war erforderlich.

Die gesamte Laube erhielt eine neue Verschalung mit
Wärmedämmung, neue Türen und gefliesten Fußboden.
Das Dach wurde neu gedeckt und mit Regenrinnen versehen. Drei Toiletten stehen bei Feierlichkeiten zur Verfügung.

Ein 80 qm großer Freisitz mit Pergola komplettiert die gesamte Anlage und vermittelt einen großzügigen Eindruck.
Auch das Inventar ist erneuert und erweitert worden.

Die Vereinslaube steht außer bei Vereinsfesten auch den Mitgliedern für private Feiern zur Verfügung.
Dankbar sind wir für die uns gewährten Zuschüsse des
Stadt- und Kreisverbandes Kassel der Kleingärtner e.V., ohne die wir diese Vorhaben nicht hätten verwirklichen können.

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Die Vorsitzenden des Vereins in der chronologischen
Folge:

1938    Herr Töpfer
danach ohne Zeitangabe
die Herren Schütz, Lenz, Berlep und Dietrich.

1965 – 1982          Georg Ohlssen
1982 – 1990          Walter Repp
1990 – 1998          Helmut Lehrmann
1998 – 2014          Günter Dithmar
2014 – 2015          Florian Thiel
2015 –  2020         Ingeborg Vogtmann

2020 –                  Kai Figula

Dies ist ein Abriss der 70jährigen Vereinsgeschichte. Sicherlich werden unsere Mitglieder andere oder weitergehende Erinnerungen mit der Vereinsgeschichte verbinden.
Wichtig ist, dass es gute Erinnerungen sind.